Donnerstag, 12. März 2009



Kommunikation übers Plattencover:
Kann man sich auf sie verlassen

Das Plattencover von Depeche Modes "Construction time again" sprach in der üblichen DM-Murmelsprache, die einen der Band nie richtig trauen lässt,  aber es hätte laut ihm trotzdem mit Metallröhren erschepperte Musik drauf sein können. Bundesstraße 170-Songs. Auf dem Weg ins Monte Mare-Erlebnisbad. Aber das Sequenzer-Gehacke von "More than a party" ist einfach nicht "The landscape is changing".

Was wohl für auf der Santiago Salazar-Platte ist?

Jung-DJs treiben sich am Hof des Plattenverkäufers rum. Sie wollen seine Meinung und seine Ware. Leder landschaftet sich über ihre Körper. Das Haar darf ruhig klatschig sein.
Aber die Kommunikation ist etwas zu ähem applausiv. Papa-DJ, hast du was neues für mich. Das leuchtet nicht ein. Nicht selbst gefiltertes aufzulegen muss sich doch anfühlen, wie einen alten Apfel nochmal zu schälen. Andere Boys macht nur stolz, was sie selbst aus dem Fluss geholt haben.
Manchmal wünscht man sich ja doch, dass die eigenen Bloghelden sich zu aktuellen Ereignissen äußern:
Die einen wollen einen Marathon unter 3 Stunden schaffen. Andere dürfen 50 Sekunden auf keinen Fall lachen. Wenn es einen Grund gibt, ins Fitnessstudio zu gehen, dann, um auf Schweigeminuten vorbereitet zu sein. Wir gedenken der Opfer. Wir spannen unsere Gesichtsmuskeln an.

Montag, 9. März 2009

Müde bin ich, geh zur Ruh, mache meinen Laptop zu.

Hands im Glück

"Nach der Pause haben wir im Raum 2xxxxx, pass auf, dass du dich nicht wieder verläufst"
"Ok, ich schreib es mir besser auf, 2xx..."
"Es ist das Zimmer, das Gummibärchen an der Scheibe über der Tür kleben hat"
"Ach dort haben wir"

Wir lernen, wie man die Löcher des Computers (seriell und parallel) dazu bringt, mit anderen Geräten zu reden, it's so *exciting*!

Ich mache eine Ausbildung aus ästhetischen Gründen, Erkundung der Ästhetik des Fachgebiets. The beauty of circuit boards.

Ich sitze auf dem Zaun, der Hahn Hise lehrt die anderen Hühner. Sie bilden ein drahtloses Netzwerk aus Scharrspuren. Dort werden mal Informationen entlangfließen. Das finde ich interesssant, nur das Scharren liegt mir nicht so.

Donnerstag, 5. März 2009



Bunte Bilder als süßer Brei zwischen den Zeilen.

Dienstag, 3. März 2009

Sonntag, 22. Februar 2009

Man schenkte mir ein Mikroskop mit dickem Kopf, das über die Umwelt gehalten wird wie ein Preisscanner über die Ware. Es wird an den Fernseher angeschlossen, ist also kabelgebunden. Nougatchips habe ich noch nicht untersucht.
Ich sitze mit dem Svater in einem Raum, er sagt, ich müsse die Musik nicht ausmachen, wenn er reinkäm. Also probier ich jetzt aus, wie sich die runden 10 Minuten von "Station to Station" auf ihn auswirken.

Bei einer neulichen Geschenksuche fand ich die Kassette "Schlager von gestern - Alleinunterhalter Erwin Kraus". Über Kraus gibt es im Internet keine einzige Zeile zu lesen.

Station to Station habe ich nach 8 Minuten ausgeblendet, als meine eigene Anspannung und vermutete Belastung der Fremdperson groß wurden. Ich lasse jetzt ein bisschen Pause und suche das nächste Lied heraus. Meine Untersuchungen sind oft so unwissenschaftlich wie die Geräte, mit denen ich sie durchführe. Aha aha, eine Spex-DVD



in 200-facher Vergrößerung, zackige Muster auf dem Fernsehschirm, Wolkengucken für Verseuchte. Es erfreut unverhältnismäßig. Noch andere Kästchen sind verkabelt mit dem Mutterkasten.
Ein Atari 2600 etwa, die von ihm ausgegeben Bilder sind unberührter Neuschnee, nicht gerundete Punkte. 

Wenn ich eines Tages meine Klasse verlassen werde, dann wird nur der eine Satz bleiben:
"Ich bin eine Blume, man muss mich gießen. Ohne Wasser geht's mir schlecht."