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Freitag, 2. Januar 2015

In der 6. Klasse besuchte ich meinen Banknachbarn C., er wohnte in Kautzsch, einem Ortsteil von Kreischa.
Seine Freunde scholten mich "Keimfred". Das sitzt bis heute. Dafür ist C. heute ein verhärmter Maschinenbauer und ich bin wunderschön. Gerechtigkeit.
Auf dem Kreisgymnasium in Freital waren alle bereits mit 12 von den täglichen Busfahrten ausgebrannt, besonders J., Pfarrersohn und Punker. Die Schule begann oft schon um 7 Uhr. J. piekste mich gern mit einem Stahllineal, er hatte Komplexe, weil er fett war.
Wir wurden Freunde.
Er war klug, aber brutal und zynisch, die Freundschaft ein ewiger Kampf. Dass ich mir die Haare vor ihm färbte, nahm er mir sehr krumm.

Freitag, 21. Januar 2011

Schlechte Träume vor der Prüfungsperiode sind das wabernde, formlose Wissen im Kopf, welches unruhig nach einer festen Form sucht ... oder nach einem besseren Wirt.

Dienstag, 4. Mai 2010

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Ich habe in diesem Jahr gelernt...

- dass es keine einzige Nachmittags-Dokusoap gibt, in der der Playboy-Hase nicht auftaucht.

- zwei neue Worte (Ew! und Eeeew!)

- dass Metaller mit langen Mäntel und 4you-Rucksäcken von hinten aussehen wie glänzende Bratpfannen,
in denen ein Würfel Butter schwimmt

Dienstag, 9. Juni 2009

"Big Brothers Bilder sind ungekocht, aber ausgewaschen. Ganz verschwommen"
"Dann wackel mal an deinem Antennenkabel!! Neulich ist da Mario Barth eingebrochen, das war voll cool!!!"

Montag, 8. Juni 2009

Ferien in den Bergen





Die freie Zeit nach Prüfungen öffnet die Augen für hinterlassene Papierberge. Ich habe euch geschafft. Ich zünde ein paar von euch an.

Dienstag, 12. Mai 2009

Die Bildungsgebäude sind verbunden durch einen rechteckigen Luftschlauch. Man stellt sich unter ihn, wenn es überraschend hagelt. Auf den Körnern kann man nicht zur Haltestelle rollen wie Steine zur Pyramide. Hinter dem Schlauch kommt eine Schleuse, die möbliert ist. Auf den Tischen sitzen Männer. Sie schaukeln aktiv mit den Beinen. Beim Vorbeigehen fühle ich mich wie Xena, die schwingenden Hackmessern ausweichend muss.
Am Rathausplatz möchte eine alte Frau ihren Rollator in die Straßenbahn gehoben bekommen. Das ist kein Problem. Sie hat aber selbst Schwierigkeiten, die Stufen hinaufzukommen. Ich ... schiebe ihr den Rollator hin, damit sie sich daran hochziehen kann, aber sie möchte Hände, keine Griffe.

Montag, 11. Mai 2009

Mittwoch, 6. Mai 2009

Ich stoppe jetzt die Aufnahme von Stoff. Ich kalkuliere wie ein Schaf, vor der Abholung morgen um 15.45 habe ich noch zwei Stunden zum Grasen.Ich bin ein Haar-Schaf: drückt die kommende Leistungskontrolle, sitzen die Grundverständnissteine noch nicht so, dass sie verkanten und auch bei Belastung ruhig bleiben, dann zupfe ich hier und dort und Pinzetten sind meine Tutoren, Nachhelfer. Bei Stress vorm Doppelspiegel, kein großes Wasser in der Nähe, das mich beruhigen könnte. At the waterfront after the exam.

Donnerstag, 30. April 2009

alter dieb

Ein weiteres Ausräumen der Elektrowerkstatt war möglich, Tische wurden demontiert und weggetragen. Ich helfe dort und öffne alle Schubladen. Ich häufe in einer verdeckten Ecke Dinge. Holzfurnier-Kassettendeck, Frontpanel mit roten Drehknöpfen. Eine Dose, in der durchsichtige Plastikquader in Material stecken, das man in Matratzen findet, rau und trocken. Die Klasse wird in ein altes Haus geleitet, Unterricht fand dort mal statt. In einem Zimmer liegt eine Matratze auf dem Boden. In den Schränken sind 5,25"-Disketten. Auf einer steht "Tetris". Ich muss sie einpacken.

Montag, 27. April 2009





Eine Werkstatt wurde abgerissen, es blieben rote Augen übrig, eines passte auf Jakumos Mund.

Montag, 9. März 2009

Hands im Glück

"Nach der Pause haben wir im Raum 2xxxxx, pass auf, dass du dich nicht wieder verläufst"
"Ok, ich schreib es mir besser auf, 2xx..."
"Es ist das Zimmer, das Gummibärchen an der Scheibe über der Tür kleben hat"
"Ach dort haben wir"

Wir lernen, wie man die Löcher des Computers (seriell und parallel) dazu bringt, mit anderen Geräten zu reden, it's so *exciting*!

Ich mache eine Ausbildung aus ästhetischen Gründen, Erkundung der Ästhetik des Fachgebiets. The beauty of circuit boards.

Ich sitze auf dem Zaun, der Hahn Hise lehrt die anderen Hühner. Sie bilden ein drahtloses Netzwerk aus Scharrspuren. Dort werden mal Informationen entlangfließen. Das finde ich interesssant, nur das Scharren liegt mir nicht so.

Montag, 22. September 2008

In der Stadtbibliothek wurden die CDs in biegsame Tüten gesteckt.
Freiwillige Selbstkontrolle von F.S.K. lieh ich aus.
Meine Fingernägel sehen blöd aus.
Das machen die vielen Mathestunden, die ich jetzt habe.
Der Lehrer fährt ein Blitzsystem.
Kommt hernieder auf den Schüler, aus gealtertem Himmel.
Lösen Sie das mal. Sie brauchen sich bei mir nicht zu melden.
Ich nehme dran, wen ich möchte.
Herr Mathematiklehrer F., Sie sahen mich herauskommen aus dem "Dream Spielzentrum",
gleich am ersten Tag. Manchmal stehe ich nach der Stunde neben ihrem Pult und überlege mir eine Verteidigung. Ihr Blick war unerbittlich. Schüler kommt aus Spielhalle. Ich suchte nach "Automaten ohne Gewinnmöglichkeit".
An der neuen Schule geht es um Computer. Ich habe kein Elektronengehirn.
Mit meinem Stuhl bin ich gerade gegen den Drucker gefahren.
"Mein erster Computer...", hebt der Lehrer an. Was hatte er wohl? 20 MB Festplatte oder einen monochromen Bildschirm?
"Mein erster Computer hatte nur 1 MB RAM!"
"Mein erster Computer hatte noch Floppies!", sagt ein Schüler, der zweitälteste. Die biegsamen?
Aus dem Schüler kommen Biegsamen. Er wird Kinder haben, die seinen Hundeblick übernehmen werden. Die sagen werden, damit komme ich zurecht, das geht schon, das macht mir nichts aus.

Die CD (in Weichhülle) enthält grauen Gesang.



Man möchte ihn gern um Milisekunden verschieben. Die Musik ist Ted Gaier-Geklapper. Nach ihr wird man seinen Bass entsorgen wollen, wenn man einen hat. Er klingt hier vierschrötig, mit Wäscheleinen bespannt. Tiger und Bär machen Hausmusik. Jetzt hab ich Janosch hier rein gelassen. Die Titel der Platte sind beim flüchtigen Lesen schön,
nimm mich mit, flüster.

5. Sylvester
6. Virginia Beach
7. Vogue Vogue

Beim Suchen in der Bücherei war da auch die gelbe CD von den Pet Shop Boys. D. bekam sie geschenkt. Am selben Tag wie seine Musikanlage und das Opium-Album von den Toten Hosen.
Am Tag der Erstkommunion. West End Girls ist toll. Aber lade ich die Pet Shop Boys ein, dann ist mein Zimmer voll. Was ich damit sag?
Dozent für äh Betriebssysteme und angewandte Elektrotechnik tät sagen: "Ich kann fühlen, was Sie meinen."