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Sonntag, 21. November 2010

Ergebnisse eines Wochenendes

Wollte am Samstag "Schloss Versailles" entsorgen (unseren DVD-Player), aber es / er passte nicht in den Hausmüll. Zu breit, zudem auch zuviel Prunk an der Fassade. Jetzt wird ein Spezialist gebraucht, der das Gerät in Kupferschlummer versetzen soll.

Weiterhin kam heraus, dass ich mich vor Riesenasseln ekele, T. aber eher untote Minenarbeiter fürchtet.

Zuletzt war ich in einem Blumenladen, der war feucht und warm wie ein Zelt nach einer Regennacht. Eine unerwartete Simulation, die ich vorm Betreten des Ladens nicht erwartet hatte.

In der Nacht träumte ich von Menschen, die trugen rote Massagebälle auf dem Kopf als Mützen. Träume sind sind Dinge, die man nicht bei Facebook beschreibt. Sondern nur an einem Ort, den Leute mutwillig aufsuchen.

Mittwoch, 1. September 2010

Daniela Katzenberger, die Uschi vom Gabystrich, ist jetzt auf MTV, hört sich an wie Sally Shapiro, nur ohne den Hauch einer Entschuldigungsmöglichkeit.

Bei Hurts und Justin Bieber wird synchron getanzt, wie auch bei Lady Gaga und ihrer Knochenfabrik, und diese Tänze sind in erster Linie dazu da, dem Betrachter  zu verdeutlichen, dass derjenige, dem bedingungslos nachgetanzt wird, sehr viel Macht hat, so sind auch die Worte des Hauptsängers wiederholende Backgroundsänger vor allem dazu da, die Sinnhaftigkeit eines Textes zu beweisen, denn wenn etwas andachtsvoll und widerstandslos repetetiert wird, dann kann es prinzipiell nicht so falsch sein.

In der Frühstückspause, ich esse Müsli, der Fernseher kaut Werbung, schaue ich Spots für Akut-Pickelcreme
von Cellarsil und einer der Darsteller sagt den Satz: "Der Pickeldoktor ist ausgebrannt".

Samstag, 10. Juli 2010

Mit Pierre Boulez im Dunkeln. Licht von der Stereoanlage. Viecher fliegen durchs offene Fenster, wollen das Display ablesen. Die Gasmotten lesen den Zählerstand: 10 Minuten in Sur Incises

Eiskonfekt mit Amaretto. Eine Party, die sich zu schnell dreht für mich. Runter vom Karussel.
Der Elefant aus Holz ist abgestiegen und geht einkaufen, du bist kein Elefant. Du bist zu feucht

Wir rocken dich trocken. Ihr dürft das heute ausnahmsweise mal... rocken, das ist so widerlich, wer macht sowas. Aber wenn es mir hilft.

Montag, 10. Mai 2010

- Wenn du denkst, jemand hätte dich im Vorbeigehen entsetzt angeschaut, oder mit Abscheu, dann warte 2 Sekunden und während die Person sich entfernt, wirst du sehen, wie sich ihr Blick nicht ändert, denn er galt nicht dir, oder irgendwem, sondern war nur der Default-Ausdruck des Passanten

- Was auch passiert: leicht abwaschbares, beiges Jugendzimmer-Holz darf sich nicht einschleichen

- Als ich gestern nur eine Pizza abholte, statt sonst üblichen zwei, war der "Kellner der Hoffnung" (a pretty boy... in ze village!) kurz in Sorge

Samstag, 3. April 2010



(the joy of customization - tomorrow, in a year wird bestimmt eine der CDs, die ich in in 3-4 Monaten überraschend bei Saturn entdecke und für die ich dann den potenziellen Zweifelkauf, den ich bis dahin mit durch den Laden trug, zurückstellen werde. Die Vermarktung, mit einem überraschend vorgezogenen Release und Kaufangebot direkt per hübsch angemalter Mail, empfand ich als gelungen. Nur das Bezahlen mit Kreditkarte erweist sich immer wieder mal als Hürde.)

Die ersten beiden Past Lives-Ergebnisse sind so gut, dass man jedes einzelne Lied als Klingelton verwenden oder sich von ihm wecken lassen möchte.
Der dritte Versuch hingegen, tapestry of webs, ist in den Strophen noch hinzunehmen, aber hin zum Refrain geht es immer zu wie in der Umkleidekabine der Prinzen. Woooh-ooooh. Aaaaah-aah.
But we'll never let go of you, Jordan Blilie.

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Ich habe in diesem Jahr gelernt...

- dass es keine einzige Nachmittags-Dokusoap gibt, in der der Playboy-Hase nicht auftaucht.

- zwei neue Worte (Ew! und Eeeew!)

- dass Metaller mit langen Mäntel und 4you-Rucksäcken von hinten aussehen wie glänzende Bratpfannen,
in denen ein Würfel Butter schwimmt

Samstag, 15. August 2009

Arbeitende Maschinen auf Baustellen haben immer Stimmen, manche klingen wie Kleinkinder. Neulich hörte ich ein Motorboot zweistimmig singen, ein Akkord bildete sich.
Ich sollte mal wieder Musik verschicken.
Die Spex hat eine Soundcloud-Dropbox.
Einen Tag werde ich in Leipzig sein.

Freitag, 14. August 2009

parataktisch

Die Regionalbahn-Verbindung wird 40 Minuten schneller sein als die des ICE. Bei Burgerking gibt es Asche-Eis.
The XX sind wie ein frisch aufgeräumtes Zimmer. Die Stimmen bräuchte es nicht wirklich.
Coraline verliert seinen Sinn, nachdem das Kind ohne zu zögern wieder durch den Tunnel kriecht, obwohl es gerade noch davonkam. Ich neige dazu, solche Verhaltensweisen immer als Suchtmuster zu lesen. Ist aber nicht gegeben vom Drehbuch.

Illustration zum Eis, die durch diesen Kommentar ihrer Zeigfreudigkeit enthoben wird, d.h. nicht mehr dafür steht, dass einmal etwas passiert ist und ich dieses eine Mal, ach was solls.

Mittwoch, 29. Juli 2009

leihausweis

"musik für tonband 1950 - 2000", "p. b. führt o. messiaen auf",
weitere cds mitgenommen zum nachprüfen. die letztjährigen standards, justice, digitalism.
squarepusher auch. das letzte cure-album.
zeugnisse gab es heute. herr w. bestraft mich.
ich versuche, das zu kompensieren. ich leihe musik aus.

(du bist dann groß ausgewachsen, wenn du für rapidshare bezahlst)

Montag, 20. Juli 2009

- Übersteigt die Zahl der herzmarkierten Stücke bei last.fm die 45, dann wird überprüft , was noch Gültigkeit hat, damit ein Herzinfarkt durch Verfettung verhindert werden kann
- Die Zahl der Onlinenutzer des "Walk with me!"-DS-Programms stieg in der letzten Woche von 5000 auf 50000, vorher von 3000 auf 4500. Das ganze ist leider eine verpasste Gelegenheit, die massenhaft betriebene Selbstüberwachung des Biorhythmus in irgendeiner Form wissenschaftlich zu nutzen.

Jeder trägt einen Schrittzähler bei sich, idealerweise von früh bis spät, der dann später ausspuckt, wann man sich bewegt hat und wie intensiv. Man stelle sich die schiere Rohdatenmasse vor, die darauf wartet, ausgewertet zu werden. Die Geschlossenheit des DS-Systems verhindert das. Die im Programm enthaltenen Möglichkeiten zur Betrachtung sind nur ein Anfang (und werden es bleiben).

Sonntag, 19. Juli 2009

Schöne Mühe

Shenmue - Schön-Müh - pretty to look at, tiresome to play - heute ist ja bekannt, wie mäßig begabt David Cage ist, aber dieses hatte vom Richtigen einfach mehr. Obwohl sich seine Echtwelt-Illusion ähnlich schnell auflöste wie die Shenmues.



Flower, Sun, and Rain wurde, versehen mit dem Untertitel "The Endless Park", ein zweites Mal übersetzt, angeblich sei die Originalübersetzung sehr schwach gewesen, was ich nicht bestätigen kann.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Man sperrt die Internettür auf und findet alles so vor, wie man es vor einer Woche verlassen hat.
- how I met your mother ist in der sommerpause
- da, eine puppe hat eine verletzung am bein (sie kratzt sich immer dran)
- im waschbecken liegen neue schuhe (schön wärs)
- an der pinnwand hängt ein neues zeugnis (t. made it, mit bravour)
- man hat  k.-c. erneut durchfallen lassen. ich habe herr r.s handynummer nicht mehr im telefon.
- es gibt freundinnen mit hochprofil und solche, die am wocheende mit den mädels weggehen
- an der "truman show" das interessanteste: die handclaps im soundtrack kurz vor schluss
- die "bunte republik neustadt" 1992 war aus v-augen  fallout-industrial in reinkultur: man blickte in das völlig verkommene nordbad, einen teich aus rost, und kaufte sich hinterher ein schafffell, gegen den nuklearen scheidungswinter (der ja dann eher lau war)
- musik lässt sich einteilen in schnell und langsam auflösend (wie krümeltee, hoho, gemeint ist u.a. der umgang mit harmonien)
- jonatan fragte mal: what are your kicks (hm - raus aus der straßenbahn 3 sekunden vorm stillstehen - aha)
- wenn sich hinter kaltgezeigter verschlossenheit gemütlichkeit verbirgt, ist das fatal (dörfler)
(vom alten nordbad gibt es auch fotos, aber für den gewünschten eindruck müsste ich sie so verfremden, dass es schon an üble Nachrede grenzte)