Sonntag, 20. März 2011

Auf meinem Laptop habe ich einen leeren Ordner
"99 [Pollini] Stravinsky Prokofiev Webern Boulez [DG 447 431-2] Maurizio Pollini", jedesmal, wenn ich ihn lösche, ist er nach dem nächsten Neustart wieder da. Zombieordner, gekommen, um mich für immer zu verfolgen!

Montag, 7. März 2011

Arbeite an mehreren Stücken gleichzeitig, lade sie aus mir herunter wie große Dateien. Tage vergehen mit F5, Ikea-Besuchen, tiefgekühlten oder tief gefühlten Mahlzeiten, die keine Festpunkte auf der Uhr sind: so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Denn Abendessen um 18 Uhr war noch nie lustig.

Dienstag, 22. Februar 2011

STUCKRAD LATE NIGHT

Bald sind die ersten zehn Sendungen rum, Auseinandersetzung ist nun erlaubt, genug Proben wurden gesammelt.
Stuckrad-Barre lebt seit Jahren in einem Puppentheater

Die politischen Figürchen bewegen sich, er beobachtet sie sehr genau, er hat ihnen Namen gegeben.

Das schnarrende Barre vom Ulmen

Figuren in Einspielern, die nur zwei Ticks kennen

Schlechtes Zeitgefühl,
immer das Gefühl, er würde die ersten 15 Minuten völlig verschwenden,
die dann dem Gast fehlen

Gründe für Einladungen oft schleierhaft

Der Anspruch, das politische Geschehen ernsthaft zu kommentieren, wird verfehlt

Es tut einem der Nacken weh vom Hochgucken zu Schönbohm

Bisweilen wirklich nur ein Insiderclub, dem das nicht bewusst ist
Politisch betriebsblinde

Politische Blindenschule

Freitag, 21. Januar 2011

Schlechte Träume vor der Prüfungsperiode sind das wabernde, formlose Wissen im Kopf, welches unruhig nach einer festen Form sucht ... oder nach einem besseren Wirt.

Sonntag, 16. Januar 2011

Die gestapelten Sandsäcke auf Hochwasserbildern sehen aus wie Ferkel.

Dienstag, 11. Januar 2011

Unser Bett hat mehrere Fenster. Wir schauen raus, suchen nach Monstern und entdecken immer wieder neue. Ein echter Studentenjob, etwas sinnlos, aber einer muss ihn machen. Dürfen nur nicht auf die Toilette zwischendurch. Anweisung von hoch droben. Der Boss ist aufs Dach rodeln gegangen. Das Zeitfenster dafür ist eigentlich schon fast geschlossen, naja. Jetzt rumpelt es. Vielleicht kommt er gleich zur Tür rein, in einem Schneeanzug. Den muss jemand zum Trocknen aufhängen dann.
Am Wochenende tragen die Monster keine Maulkörbe und schreien sich aus. Dann haben wir noch viel weniger Zeit, Gedichte zu lernen. Für die Aufführung, die zwei Wochen geht und fünf Akte hat, ziemlich klassisch. Samstags und Sonntags sitzen wir am Fenster und machen Notizen, für die es Spielgeld gibt. Das kann man auch futtern. Aber in der Nacht auf Montag verbrennt es immer heimlich.

Montag, 3. Januar 2011

Wir ziehen die Heizungen auf mit einem Schlüssel. Unsere Computer geben die meiste Wärme ab und die Hersteller kriegen von uns Briefe, das bitte niemals zu ändern. Das Internet ist unendlich langsam, weil alle Rückkehrer sich noch etwas anfixen, bevor sie die festen Schuhe anziehen, Dickmützen aufsetzen. Westen anlegen, damit das, was andere im Hörsaal bedrücken, bequetschen, mit Sicherheit nur die oberste Fellschicht sein wird.