Montag, 3. Januar 2011

Wir ziehen die Heizungen auf mit einem Schlüssel. Unsere Computer geben die meiste Wärme ab und die Hersteller kriegen von uns Briefe, das bitte niemals zu ändern. Das Internet ist unendlich langsam, weil alle Rückkehrer sich noch etwas anfixen, bevor sie die festen Schuhe anziehen, Dickmützen aufsetzen. Westen anlegen, damit das, was andere im Hörsaal bedrücken, bequetschen, mit Sicherheit nur die oberste Fellschicht sein wird.

Samstag, 18. Dezember 2010

Wenn die Mingle Bell dreimal geschlagen hat, dann ist Winterpause und der Mensch misst das Ausmaß seiner sozialen Kontakte anhand der Herzlichkeit der Verabschiedungen.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Liebe Freunde, ich liebe den moralischen Feuerschutz, den ihr mir gebt: kauf es dir, geh nach Hause, wenn der Professor nicht kommt, kauf es dir, iss die Schoki!

Montag, 22. November 2010

Wie Wohnraum entsteht

Auf dem Dachboden unseren Hauses, einem Filmstudio aus Sandstein, hat der Architekt Gänge aus Kartons ausgelegt, diese mit Zeitungen beklebt, mit einem Reisigbesen weiß gestrichen. Hinter jeder der hohlen  Wohnungswände muss nackter Fels liegen. Wir wohnen in einer Kulisse und sollten uns mit dem Hammerwerfen zurückhalten.

Sonntag, 21. November 2010

Ergebnisse eines Wochenendes

Wollte am Samstag "Schloss Versailles" entsorgen (unseren DVD-Player), aber es / er passte nicht in den Hausmüll. Zu breit, zudem auch zuviel Prunk an der Fassade. Jetzt wird ein Spezialist gebraucht, der das Gerät in Kupferschlummer versetzen soll.

Weiterhin kam heraus, dass ich mich vor Riesenasseln ekele, T. aber eher untote Minenarbeiter fürchtet.

Zuletzt war ich in einem Blumenladen, der war feucht und warm wie ein Zelt nach einer Regennacht. Eine unerwartete Simulation, die ich vorm Betreten des Ladens nicht erwartet hatte.

In der Nacht träumte ich von Menschen, die trugen rote Massagebälle auf dem Kopf als Mützen. Träume sind sind Dinge, die man nicht bei Facebook beschreibt. Sondern nur an einem Ort, den Leute mutwillig aufsuchen.

Mittwoch, 17. November 2010

Eine Tanzfläche mit Notausgang. Ein Klavier in der Sitzecke. Nebel in der Studentenstadt.
Du bist der Nebel der Welt. Es irritiert dich, wenn man durch dich hindurchguckt.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Weintrauben schmecken zu Tonic wirklich besser als (yuck) Zwiebelringe, die  aussehen wie Verpackungspellets. 


"Das Verpackungsmaterial ist mittlerweile immer blau gefärbt, diese Schaumstoffteile, die früher vielleicht mal aus Mais bestanden."
"Ernährten sich bestimmt Obdachlose davon und dann machte man es wie bei Brennspiritus, der mit Bitterstoffen untrinkbar gemacht wurde."
"Die gelben Pellets in Transportboxen waren wirklich essbar. Reiner Mais. Hat mir manchen Nachmittag vor verschlossener Tür (Schlüssel vergessen) gerettet."
"Wie soll ich dich jetzt noch küssen?"
"Na nachher gibt's Pommes."
"Ok, na dann."