Ein andalusischer Hund namens Beethoven.
(Schnitt auf Bernhardiner, dem frische Augen in den Fressnapf gekippt werden. Freudiges Hecheln.)
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Freitag, 5. Februar 2016
Dienstag, 2. Februar 2016
Donnerstag, 17. September 2015
Fluide Feste
Das ideale Jahr hätte 730 Tage. Weihnachten markierte in ihm den Jahresmittelpunkt. Nach Dezember käme der Monat Sanenuar. Vier Wochen der geistigen Einbalsamierung und Heilung. Natürlich folgte dann, wie sonst auch, eine Art Frühling, aber wer weiß, vielleicht würde die Jahreszeitenunsicherheit, die Menschen immer befällt - wieso passt das vorm Fenster nicht zur Beschreibung im Programmheft - sich auch auflösen lassen, wenn ohnehin eine große Unsicherheit anstünde:
Ah, grauer Himmel, Schnee und grüne Wiesen, keine Ahnung, was das sein soll, aber ich werde es genießen.
Die erste Hälfte des Jahres, die von Januar bis Dezember, bliebe bekannt und klassisch, aber dann? Dann Aufregung. Kein Ostern, kein Geburtstag, gar keine Feiertage, die im jetzigen Turnus ohnehin viel zu häufig auftreten. Ich wünsche mir Weihnachten nur alle zwei Jahre. Weniger Rituale, stattdessen fluide Feste.
Ah, grauer Himmel, Schnee und grüne Wiesen, keine Ahnung, was das sein soll, aber ich werde es genießen.
Die erste Hälfte des Jahres, die von Januar bis Dezember, bliebe bekannt und klassisch, aber dann? Dann Aufregung. Kein Ostern, kein Geburtstag, gar keine Feiertage, die im jetzigen Turnus ohnehin viel zu häufig auftreten. Ich wünsche mir Weihnachten nur alle zwei Jahre. Weniger Rituale, stattdessen fluide Feste.
Montag, 6. Juli 2015
In der Kassenwarteschlange verfasse ich gedanklich oft Fanfiction über bestimmte Supermarktmitarbeiter.
Mein Liebling ist T. M., Abteilungsleiter Getränke. Wie verklemmt er guckt! Weiß bestimmt viel über Energydrinks. Die rüstige Romy dagegen langweilt mich. Sie denkt, sie wäre was. T. dagegen schaut Menschen oft durch Flaschen durch an. Färbt sie ein.
"Mir ist wichtig, dass mein Gegenüber auch verzerrt durch ein Glas Cola gut aussieht. Daran sind schon Dates gescheitert. Also früher halt."
Ich stelle mir vor, dass das sein Lieblingsvideo im Internet sein müsse:
![]() |
| Mitarbeiterwände <3 |
"Mir ist wichtig, dass mein Gegenüber auch verzerrt durch ein Glas Cola gut aussieht. Daran sind schon Dates gescheitert. Also früher halt."
Ich stelle mir vor, dass das sein Lieblingsvideo im Internet sein müsse:
Donnerstag, 18. Juni 2015
Das Bahnhofsschließfach wurde 1926 von Walter Gropius erdacht und gilt als Keimzelle des sozialen Wohnungsbaus.
"Die Menschen waren ja kleiner damals und hatten eine kürzere Lebenserwartung, da erschien eine Maximalmietdauer von 72 Stunden angemessen."
(Wenn man heute ein Schließfach aufmacht und genau hinguckt, kann man noch Spuren von Grundrissen erkennen. Das Bad war meist ganz hinten.)
"Die Menschen waren ja kleiner damals und hatten eine kürzere Lebenserwartung, da erschien eine Maximalmietdauer von 72 Stunden angemessen."
(Wenn man heute ein Schließfach aufmacht und genau hinguckt, kann man noch Spuren von Grundrissen erkennen. Das Bad war meist ganz hinten.)
Donnerstag, 28. Mai 2015
Scheinkorrelationen
17.11.2002. Am Tag, als ich mich bei eBay anmeldete, biss die von Einbrechern freigelassene Gepardin Katrin im Krefelder Zoo zehn Kängurus tot.
27.1.2005: Rex ist traurig, weil Herrchen bei Robert Hoyzers Geständnis weint, aber nichts vom Holocaust wissen will.
27.1.2005: Rex ist traurig, weil Herrchen bei Robert Hoyzers Geständnis weint, aber nichts vom Holocaust wissen will.
8.9.2011: Die seismologischen Stationen der Ruhr-Universität Bochum registrieren ein Erdbeben der Stärke 4,4.
Willkommen in Bland, Virgina
Das Örtchen Bland in Virginia ist für mich das, was Derry für Stephen King ist - eine Stadt mit Hang zum Dösen. Der wichtigste Treffpunkt dort ist das Gotteshaus. Es mag etwas fad wirken, aber das steht ja bereits außen dran:
Derry hat Pennywise, aber auch in Bland gibt es einen Stadtclown. Man findet ihn oft betend in der oben erwähnten Kirche:
Blands feinstes Restaurant, das Dairy Queen, ist unter anderem berühmt für seine leckeren Mikrowellenkekse.
Ich würde gern mal dorthin reisen. Vielleicht am Ende meines Lebens.
Derry hat Pennywise, aber auch in Bland gibt es einen Stadtclown. Man findet ihn oft betend in der oben erwähnten Kirche:
Blands feinstes Restaurant, das Dairy Queen, ist unter anderem berühmt für seine leckeren Mikrowellenkekse.
Ich würde gern mal dorthin reisen. Vielleicht am Ende meines Lebens.
Mittwoch, 13. Mai 2015
Entenhausen-Recherchen
24. April 2015
Daniel Düsentrieb hat einen Bruder, Dario Düsentrieb, über den er aber nicht gerne spricht, denn Dario entwickelt am liebsten Sexspielzeug.
Daniel: "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör!" Dario: "Haste mal Heavy Petting probiert?" Daniel: "Zu schwör!" Dario: "Helferlein ist heiß."
25. April 2015
Bin die Ente mit der türkisen Schleife, die auch in Entenhausen wohnt, aber nie in Geschichten vorkommt, weil sie nichts macht. Laisy Duck.
8. Mai 2015
Ah, da kommt David Doofie, das Kamel der Popmusik. Auf ihm reitet Micky Stardust, die berühmteste Scheißmaus der Welt. (Aus Goofys Tagebuch)
Donald Duck hat mich belogen, in einer Hängematte kann man niemals ordentlich schlafen, man hängt da drin wie eine matschige Menschbanane.
13. Mai 2015
In Entenhausen gibt es eine Hasenheide. Franz Gans kaufte dort sein Heroin (er war traurig, weil alliterationslos), aber jetzt ist er clean. Das verdankt er Oma Duck. Kalter Entzug auf dem Bauernhof. (Eigentlich wollte ich nach Queernessspuren in Entenhausen suchen.)
Daniel Düsentrieb hat einen Bruder, Dario Düsentrieb, über den er aber nicht gerne spricht, denn Dario entwickelt am liebsten Sexspielzeug.
Daniel: "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör!" Dario: "Haste mal Heavy Petting probiert?" Daniel: "Zu schwör!" Dario: "Helferlein ist heiß."
25. April 2015
Bin die Ente mit der türkisen Schleife, die auch in Entenhausen wohnt, aber nie in Geschichten vorkommt, weil sie nichts macht. Laisy Duck.
8. Mai 2015
Ah, da kommt David Doofie, das Kamel der Popmusik. Auf ihm reitet Micky Stardust, die berühmteste Scheißmaus der Welt. (Aus Goofys Tagebuch)
Donald Duck hat mich belogen, in einer Hängematte kann man niemals ordentlich schlafen, man hängt da drin wie eine matschige Menschbanane.
13. Mai 2015
In Entenhausen gibt es eine Hasenheide. Franz Gans kaufte dort sein Heroin (er war traurig, weil alliterationslos), aber jetzt ist er clean. Das verdankt er Oma Duck. Kalter Entzug auf dem Bauernhof. (Eigentlich wollte ich nach Queernessspuren in Entenhausen suchen.)
Freitag, 24. April 2015
Unvollständige Geschichte des Freibades
Das Freibad wurde vom Homöopathen und Erinnerungsforscher Gerd G. als Geruchsort (Pommes, Sonnenöl, Zigaretten, Chlor) konzipiert, um das "Gedächtnis des Wassers" zu beweisen. Schon der kleine Gerd träumte von monströsen Petrischalen - also Schwimmbecken - welche die Geruchsinformationen speichern und abgeben sollten.
Rutschen mochte er auch.
Leider ging das Experiment schief und die Geruchserinnerungen blieben ganz konventiell bei den Besuchern des Freibades hängen.
Das Wasser hingegen interessierte sich nicht für Pommes und Sonnenöl und vermochte sich zwar an jede Person zu erinnern, die es aufnahm, all die Turmspringer, Reingleiter, Gesäßbomber, wenn es allerdings gefragt wurde nach einzelnen Personen, schwieg es wie ein verletztes Grab.
Rutschen mochte er auch.
Leider ging das Experiment schief und die Geruchserinnerungen blieben ganz konventiell bei den Besuchern des Freibades hängen.
Das Wasser hingegen interessierte sich nicht für Pommes und Sonnenöl und vermochte sich zwar an jede Person zu erinnern, die es aufnahm, all die Turmspringer, Reingleiter, Gesäßbomber, wenn es allerdings gefragt wurde nach einzelnen Personen, schwieg es wie ein verletztes Grab.
Dienstag, 24. Februar 2015
Mittwoch, 4. Februar 2015
Songtextentwürfe _ 2015
Android aus Ästen / Wache auf wenn die Tauben gurren / Techno und Trottellummen / Bionikglieder aus Birkenholz / Muss sie jetzt festzurren
Menschen gehen schief / Aber sehr lasziv.
Standascher in Uhrglasform / Asche rieselt leise runter / Stündliche Medikation, es schneit / Nikotin, Kaffee und Tees / Neuschneedragees
Katzen auf der Straße † Memes aus Moos † Fette Flocken statt fetter Schrift † Der Rechner summt und betäubt die Nerven † Draußen ist was los
Die Sinnlichkeit des Sinnlosen / Ist sicherlich ein Konstrukt / Ein Gerüst auf dem man balanciert und nistet / Mit Vogelmenschen gluckt / Brüten gegen die Pleite ~ Ich esse Eierschalen ~ Calciumcarbonat und Kreide ~ Mein Gesang muss schöner werden ~ Soll meine Miete zahlen
Schlagersonne Supernova / Liege heute auf dem Sofa / Laserlächeln Weiße Zähne / Kartonkarriere Pappepläne / Bin nicht faul / Muss nur gähnen
Zarte Hände kneten Knete \ Krude Skulptur \ Superhete \ Modell von einem fremden Leben \ Kinder machen \ Welt bereisen \ Raten überweisen
Kulimontage auf Ketamin † Ich weiß nicht wie das geht † Ich weiß nicht wie das wirkt † Drogen, Arbeit, Kunst, Routine † Ich bin eine Ruine
Festlich schlechter Empfang _ Eines Diplomaten aus Drückeberg _ Wellenwesen _ Abgesandter des Irrelevanten _ Immuninität durch Tomatensaft
Scheppernde Becken / Riesenrutsche / Rosa Rauschen in Radebeul / Moronic Youth / Muss draußen bleiben / No Wave-Party im Wellenbad
Gebenedeit sei die Flucht deines Leibes _ Am Morgen war er einfach weg _ Dein Geist kroch in ein Kissen _ Keiner wird dich vermissen _ Ein Mensch legt sich ins Bett _ Er bettet den Kopf auf dich, das Kissen _ Du hörst zu wie er mühsam schläft _ Die Lungen leicht verschlissen
Plasteblumen, Spritzgebäck, heute fühl ich mich sehr keck _ Im Bistro am Kreisverkehr _ Zeige ich mein Lächeln her _ *Krümel wegschleck*
Der Toastbrotmann baut ein weiches Bett _ Ein Bett aus Weißbrotscheiben _Neben Regal 10 _ Dort ist es _ Wird er aus dem Leben scheiden
Der Teufel frisst ein Schokohörnchen _ An Blumen riechen, Ödnis lindern _ Ein schöner Brunch mit Frau und Kindern _ Au, da war ein Dörnchen
Kuscheltiere kriegen Krebs _ Von hellem Kinderlachen _ Der Stress ist groß im Bauch aus Plüsch _ Was wird das Kind heute mit mir machen?
Ein Brezelbaum am Rand der Stadt _ Verschlungene Äste voller Salz _ Schulgruppen puhlen es ab _ Wieso der Baum keinen Spaß dran hat
Stehe vor dem Donutfach _ Iss uns nicht _ Werd nicht schwach _ Kauf lieber etwas Katzenfutter _ Sie hat was geleistet _ Sie war schon Mutter
Draußen grau _ In einer besserer Welt wäre Grau kein Slur _ Würde man das Grauen schätzen _ In besserer Welt wär ich weder Mann noch Frau
Was ist schon ein Zimmer im Hotel _ Ich lerne die Dusche kennen _Ganz viele neue Knöpfe _ Draußen ist es heute fad _ Ich wasche meine Köpfe _ Ich wasche meine Hälse _ Das tun die so in alten Lausbubenfilmen _ Die Lümmel _ in der erstbesten Bank _ Machen sie gerade eine Lehre _ Okay _ Hab doch nichts gegen Azubis _ Dafür bräuchte ich viel mehr Hybris _ Habe sie verteilt auf Kopf 1 bis 8 _ Heute wurde mir einer abgemacht
Ich bin gar nicht entspannt _ Und werde es nie sein _ Greifst du mir ins Kreuz Onkel _ Wirst du es bereuen _ Staubsaugeronkel S. _ Vorwerkonkel S. berät mich jetzt in Sachen Energie _ So sehr hat er sich noch nie _ Für mich als Verbraucher interessiert
Freitagnacht in einer Bar / Das Gesicht will weg / Es krabbelt / Die Haut ist eine Fehlerwiese / Dermaphobie / Ein eingewachsenes Haar
Extremisten wedeln mit Gliedern / Bezwinger ihrer Körper / Schlackern mit blutleeren Ohren / Zu ungefähren Liedern / Hab mein Bein verloren
Ich kann auch Spaß und fröhlich sein / Muss mich nur darum mühen / Meine Nerven sind aus Stroh / Informationen sengen / Nervenbahnen glühen
Ein leerer Raum / 20° / Die Wand als Schutz im Rücken / Die ideale Party ist nicht still / Aber nur Ordnung im Gefüge / Kann mich verzücken
Kriegst die Tür nicht zu / Denn er hält sie auf / Kavalier alter Schule / Blieb bis heute sitzen / Kriegst Magen-Charme / Von seinen Witzen
Abfuckromantik / Inka Bausemantik / Plattenbau / Bauernhof / Elendspfau / Rotkohlreime über das Verwesen / Erregen maximal Andreas Dresen
Samstag, 31. Januar 2015
Schlaflieder sind sinnfrei
Wer schlafen will hört keine Lieder / Wer schlafen will legt sich darnieder / Die Muskeln fahren runter / Zuck / Und du bist wieder munter.
***
Eine fremde Familie sitzt im Restaurant um einen Tisch, wie eine böse Clusterbombe
Familien, die um Tische sitzen / In ihre Apfelschorle schwitzen / Ich bin ein Sumpfling / Sie trocknen mich aus / mit Dehydraköpfen
Wer schlafen will hört keine Lieder / Wer schlafen will legt sich darnieder / Die Muskeln fahren runter / Zuck / Und du bist wieder munter.
***
Eine fremde Familie sitzt im Restaurant um einen Tisch, wie eine böse Clusterbombe
Familien, die um Tische sitzen / In ihre Apfelschorle schwitzen / Ich bin ein Sumpfling / Sie trocknen mich aus / mit Dehydraköpfen
Montag, 26. Januar 2015
Schülerschlagerpraktikum
Initialzündung
Im Ort Großenkneten bei Oldenburg gibt es ein Schlagertonstudio mit dem großartigen und eindeutigen Presetverheißungsnamen "Oneklick".
Wunschvorstellung
Möchte einmal in meinem Leben ein Praktikum in einer Technoschlagerfabrik machen und den Jargon aufsaugen: "Die Kickdrum muss mehr ötzeln!"
Vorstellungsgespräch
"Man nennt mich den Hans Zimmer des Ostens, denn ich komme aus Frankfurt (Oder) und mein Markenzeichen sind fernöstliche Heikotrommeln. Ich bot Taikotrommelkurse an, aber das war den Ostdeutschen zu exotisch. Heilsames Heikotrommeln kam aber gut an."
Alltag
"Wir sind hier ein echter Familienbetrieb." - "Jürgen, wo bleibt der Viervierteltakt?" - "Das heißt jetzt four to the floor, Vater..."
Im Ort Großenkneten bei Oldenburg gibt es ein Schlagertonstudio mit dem großartigen und eindeutigen Presetverheißungsnamen "Oneklick".
Wunschvorstellung
Möchte einmal in meinem Leben ein Praktikum in einer Technoschlagerfabrik machen und den Jargon aufsaugen: "Die Kickdrum muss mehr ötzeln!"
Vorstellungsgespräch
"Man nennt mich den Hans Zimmer des Ostens, denn ich komme aus Frankfurt (Oder) und mein Markenzeichen sind fernöstliche Heikotrommeln. Ich bot Taikotrommelkurse an, aber das war den Ostdeutschen zu exotisch. Heilsames Heikotrommeln kam aber gut an."
Alltag
"Wir sind hier ein echter Familienbetrieb." - "Jürgen, wo bleibt der Viervierteltakt?" - "Das heißt jetzt four to the floor, Vater..."
Mittwoch, 21. Januar 2015
Ich träumte letzte Nacht von meiner Mutter. Sie hatte einen neuen Freund, der sehr ermüdend und ohne Unterlass über Mähdrescher monologisierte. Später gingen wir zu dritt spazieren.
Er erzählte wieder von Erntemaschine, sie blickte gequält.
Ich sagte zu ihm: "Weißt du was. Mutter interessiert sich nicht für Mähdrescher."
Sein Erstaunen war so groß wie ihre Erleichterung. Das habe er nicht gewusst.
Dann heirateten sie.
Er erzählte wieder von Erntemaschine, sie blickte gequält.
Ich sagte zu ihm: "Weißt du was. Mutter interessiert sich nicht für Mähdrescher."
Sein Erstaunen war so groß wie ihre Erleichterung. Das habe er nicht gewusst.
Dann heirateten sie.
Montag, 12. Januar 2015
Frühstücksflocken
Auf den K-Classic Nougat Pockets ist ein adipöses Nilpferd drauf, das mit Wolllust zum Baden in eine Müslischüssel steigt. Mir gefällt das gut, denn ist es ehrlich. Nougattaschen machen wirklich sehr dick. Ehrlichkeit ist mir eigentlich egal.
Die flippige Kröte auf den Smacks von Kellogg's heißt "Dig'em Frog".
Ob die Maskottchen sich manchmal treffen, ihr Lebenswerk vergleichen?
Ein Süßmüslimaskottchenklassentreffen. In Cereal City.

"Da kommt der Hahn von den zuckerfreien Cornflakes! Spaßhahn! Dreht den Spaß ab!" - "Ich habe einen NAMEN! ICH HEIßE CORNELIUS!" - "Und deine Mutter ist das zweite g in Kellogg's!"
(Prügelei.)
Die flippige Kröte auf den Smacks von Kellogg's heißt "Dig'em Frog".
Ob die Maskottchen sich manchmal treffen, ihr Lebenswerk vergleichen?
Ein Süßmüslimaskottchenklassentreffen. In Cereal City.

"Da kommt der Hahn von den zuckerfreien Cornflakes! Spaßhahn! Dreht den Spaß ab!" - "Ich habe einen NAMEN! ICH HEIßE CORNELIUS!" - "Und deine Mutter ist das zweite g in Kellogg's!"
(Prügelei.)
Freitag, 2. Januar 2015
Dienstag, 16. Dezember 2014
Megacorps ist pleite, was machen wir jetzt nur? (4-8)
5
Weißt du, was noch schöner als ein Leuchtturm in Betrieb ist? Einer, der umstürzte und in ein Birkenwäldchen krachte. Dort liegt er nun, noch voll funktionsfähig.Strahlt regelmäßig den Boden an, leuchtet durch die Äste, ein Scheinen in den Zweigen.
Eine gestreifte Wurst, eher friedlich als majestätisch.
Das hier wird kein Roadmovie, es wird ein Floatsmoothie. Eine gesunde Geschichte, die grazil statt mit Ziel auf der Stelle stehen bleibt.
Aber ich habe Bücher zuzustellen. Ich kann hier nicht bleiben.
6 Ich halte an einem Rhabarberfeld. Es ist Mittag, eine gute Zeit, die Solarzellen des Autos aufzuladen. 20xx gab es eine Verordnung gegen fossile Brennstoffe, als man entdeckte, dass Autoren, die Benzin trinken, beim Schreiben plötzlich so stark strahlen, dass sie die Grenzen der interhumanen Kommunikation überschritten, Texte schrieben, die gleichzeitig auch für Nichtmenschen lesbar waren. Erlassen wurde das Gesetz übrigens in der Amtsperiode von Dietmar Dath als Bundeskanzler. Kein Zufall.
7 Das Wort “ausbaldowern” kam über rotwelsch Baldower „Kundschafter, Anführer bei einem verbrecherischen Vorhaben“ im 19. Jahrhundert als Erstes im Berlinischen in den Sprachgebrauch. Ist jiddischen Ursprungs: bal „Herr“ und dowor „Sache“ (gleichbedeutend hebräisch ba’al und dawar) zu hebräisch Ba’al-dawar „Herr einer Sache“, Euphemismus für den Teu– Nicht schon wieder der dumme Teufel. Den möchte ich aus meiner hingekleckerten “Zukunftsvision” heraushalten. Eine ausgebaldowerte wie eklecksige Zukunftsvision. In der alles einen neuen Platz hat. Wie ist das zum Beispiel mit Zigaretten? Wo sind die jetzt?Was weiß ich denn, lass mich kurz überlegen. Sie wurden überflüssig, als im Verlauf der Vergeistigung Münder immer dünner und schließlich ganz unsichtbar wurden. Noch da, aber wie ein Mikrofonloch an einer Webcam. Ja ja, wenn der liebe Gott eine Öffnung zumacht, geht irgendwo eine andere auf oder erfährt eine neue Bedeutung. Essen mit dem Bauchnabel. Man kann auf die Nahrung einfach drauffallen und durch die Wucht wird sie ohne peristaltische Kletterübungen direkt in den Bestimmungsort reingepresst. Es tut mir leid.
8 Die Architektur hier ist sehr eckig. Zigarettenschachteln haben nämlich eine bessere Dämmwirkung als Ziegel. Allerdings muss man beim Hausbau daran denken, die Folien um die Schachteln herum zu entfernen. Der Sultan von Sexhausen vergaß dies beim Bau seines Palastes, weswegen dieser von den Tieren, die den drumherumwucherenden Park bewohnten, auch Wolkenschloss Wobbel genannt wurde. Ersatzziegel aus glattem Material, die aufeinandergestapelt zwar durch die reine Masse zumindest einen Einsturz verhindern, aber aber eben dennoch auf der Stelle hin und hergleiten. Die Wildschweine aus der Sexhausener Schluffischlucht veranstalten einmal im Monat bei Vollmond einen Sturm auf das Wolkenschloss Wobbel - nicht, um es zum Einsturz zu bringen, denn die Wildschweine waren ja belesen und demzufolge friedfertig. Sie fanden einfach des Sultans Fehler irre lustig, wollten ihn aber auch ermutigen, dass das alles nicht so schlimm sei, dass nichts sein schlecht geplantes Gebäude ernsthaft beschädigen konnte. Es wobbelte halt einfach beim Aufprall.
Alle machen Fehler, alle machen Fehler, keiner ist ein Supersultan.
6 Ich halte an einem Rhabarberfeld. Es ist Mittag, eine gute Zeit, die Solarzellen des Autos aufzuladen. 20xx gab es eine Verordnung gegen fossile Brennstoffe, als man entdeckte, dass Autoren, die Benzin trinken, beim Schreiben plötzlich so stark strahlen, dass sie die Grenzen der interhumanen Kommunikation überschritten, Texte schrieben, die gleichzeitig auch für Nichtmenschen lesbar waren. Erlassen wurde das Gesetz übrigens in der Amtsperiode von Dietmar Dath als Bundeskanzler. Kein Zufall.
7 Das Wort “ausbaldowern” kam über rotwelsch Baldower „Kundschafter, Anführer bei einem verbrecherischen Vorhaben“ im 19. Jahrhundert als Erstes im Berlinischen in den Sprachgebrauch. Ist jiddischen Ursprungs: bal „Herr“ und dowor „Sache“ (gleichbedeutend hebräisch ba’al und dawar) zu hebräisch Ba’al-dawar „Herr einer Sache“, Euphemismus für den Teu– Nicht schon wieder der dumme Teufel. Den möchte ich aus meiner hingekleckerten “Zukunftsvision” heraushalten. Eine ausgebaldowerte wie eklecksige Zukunftsvision. In der alles einen neuen Platz hat. Wie ist das zum Beispiel mit Zigaretten? Wo sind die jetzt?Was weiß ich denn, lass mich kurz überlegen. Sie wurden überflüssig, als im Verlauf der Vergeistigung Münder immer dünner und schließlich ganz unsichtbar wurden. Noch da, aber wie ein Mikrofonloch an einer Webcam. Ja ja, wenn der liebe Gott eine Öffnung zumacht, geht irgendwo eine andere auf oder erfährt eine neue Bedeutung. Essen mit dem Bauchnabel. Man kann auf die Nahrung einfach drauffallen und durch die Wucht wird sie ohne peristaltische Kletterübungen direkt in den Bestimmungsort reingepresst. Es tut mir leid.
8 Die Architektur hier ist sehr eckig. Zigarettenschachteln haben nämlich eine bessere Dämmwirkung als Ziegel. Allerdings muss man beim Hausbau daran denken, die Folien um die Schachteln herum zu entfernen. Der Sultan von Sexhausen vergaß dies beim Bau seines Palastes, weswegen dieser von den Tieren, die den drumherumwucherenden Park bewohnten, auch Wolkenschloss Wobbel genannt wurde. Ersatzziegel aus glattem Material, die aufeinandergestapelt zwar durch die reine Masse zumindest einen Einsturz verhindern, aber aber eben dennoch auf der Stelle hin und hergleiten. Die Wildschweine aus der Sexhausener Schluffischlucht veranstalten einmal im Monat bei Vollmond einen Sturm auf das Wolkenschloss Wobbel - nicht, um es zum Einsturz zu bringen, denn die Wildschweine waren ja belesen und demzufolge friedfertig. Sie fanden einfach des Sultans Fehler irre lustig, wollten ihn aber auch ermutigen, dass das alles nicht so schlimm sei, dass nichts sein schlecht geplantes Gebäude ernsthaft beschädigen konnte. Es wobbelte halt einfach beim Aufprall.
Alle machen Fehler, alle machen Fehler, keiner ist ein Supersultan.
Megacorps ist pleite, was machen wir jetzt nur? (1-4)
1
Ich bin Shelby Senfgold und Vertreter*in. Mein Arbeitgeber Megacorps ging letzte Woche pleite. Es war nicht irgendeiner, sondern der letzte große der Welt. Der Untergang von Megacorps ist gleichzeitig das Ende der Lohnarbeit. Nun beginnt eine neue Ära.
Die Zeit der Langeweile.
2 Sie geben mir das Firmenauto als Ausgleich. Ein Wägelchen:
Kantig, der Fahrerraum voller Bonbonpapierchen, aber ich gab mir immer Mühe bei der Bekämpfung von Treibstoffdämpfen. Mein Auto ist sozusagen allergiesicher. Für die, denen beim Fahren schlecht wird. Du möchtest sicher wissen, für was ich denn Vertreter*in war. Nun, ich suchte keine Menschen in ihren Häusern auf, das wäre für mich inakzeptabel gewesen. Was hätte ein*e Vertreter*in der letzten Firma der Welt denn verkaufen können und vor allem an wen, wenn nicht Privatpersonen? Nun, es gibt ja noch die Tiere.
3 Ich setze mich ins Auto. Abschied vom Parkplatz. Raus aus der Tiefgarage. Das Land ist vollkommen eben und dünn besiedelt. Im Rückspiegel das Firmengelände von Megacorps, fast alle Lichter aus. Morgen wird es dem Naturverwalter übergeben werden, der dann eine planmäßige Bepflanzung vornehmen wird. Fundamentsprengung mit Wurzeln, Samenbewurf aus der Luft. Nun fokussiere ich den Horizont der lose besprenkelten Kontinentalplatte. Wo soll es denn heute hingehen? Das Auto fährt sich zäh. Habe wohl noch Ware im Kofferraum.
4 Mein Job war es, Bücher an Tiere zu verkaufen. Hier ein Auszug aus einem Buch für Hunde und Katzen:
4 Es kauften natürlich nicht die Herrchen, sondern die Tiere selbst. Ich passte sie auf ihren Streifzügen ab, Scheibe runter, rief: “Hey, du, Katze, willst du ein Buch kaufen?” Naja, vielleicht war ich doch ich ein*e ganz gewöhnliche*r Vertreter*in. Besonders bei Hunden hatte ich oft Mitleid, denn sie besaßen am häufigsten kein eigenes Geld, so verschenkte ich heimlich meine Ware. Manchmal. Bezahlte sie aus eigener Tasche. Wurde aber doch bemerkt. Es hieß dann: “Shelby, du bist doch keine Fahrbibliothek.” Tja, ich sorgte jedenfalls für gehörige Erschütterungen in den Wäldern und Wiesen, denn wegen mir kam bei mancher Spezies Unterhaltung vor Arterhaltung. Ich will nun einfach Geradeaus fahren. Auf meinem Lenkrad ist eine Markierkung, ducke ich mich, kann ich durch drehen des Lenkers ein Ziel bestimmen. Ist das ein Strich oder ein Leuchtturm?
2 Sie geben mir das Firmenauto als Ausgleich. Ein Wägelchen:
Kantig, der Fahrerraum voller Bonbonpapierchen, aber ich gab mir immer Mühe bei der Bekämpfung von Treibstoffdämpfen. Mein Auto ist sozusagen allergiesicher. Für die, denen beim Fahren schlecht wird. Du möchtest sicher wissen, für was ich denn Vertreter*in war. Nun, ich suchte keine Menschen in ihren Häusern auf, das wäre für mich inakzeptabel gewesen. Was hätte ein*e Vertreter*in der letzten Firma der Welt denn verkaufen können und vor allem an wen, wenn nicht Privatpersonen? Nun, es gibt ja noch die Tiere.
3 Ich setze mich ins Auto. Abschied vom Parkplatz. Raus aus der Tiefgarage. Das Land ist vollkommen eben und dünn besiedelt. Im Rückspiegel das Firmengelände von Megacorps, fast alle Lichter aus. Morgen wird es dem Naturverwalter übergeben werden, der dann eine planmäßige Bepflanzung vornehmen wird. Fundamentsprengung mit Wurzeln, Samenbewurf aus der Luft. Nun fokussiere ich den Horizont der lose besprenkelten Kontinentalplatte. Wo soll es denn heute hingehen? Das Auto fährt sich zäh. Habe wohl noch Ware im Kofferraum.
4 Mein Job war es, Bücher an Tiere zu verkaufen. Hier ein Auszug aus einem Buch für Hunde und Katzen:
4 Es kauften natürlich nicht die Herrchen, sondern die Tiere selbst. Ich passte sie auf ihren Streifzügen ab, Scheibe runter, rief: “Hey, du, Katze, willst du ein Buch kaufen?” Naja, vielleicht war ich doch ich ein*e ganz gewöhnliche*r Vertreter*in. Besonders bei Hunden hatte ich oft Mitleid, denn sie besaßen am häufigsten kein eigenes Geld, so verschenkte ich heimlich meine Ware. Manchmal. Bezahlte sie aus eigener Tasche. Wurde aber doch bemerkt. Es hieß dann: “Shelby, du bist doch keine Fahrbibliothek.” Tja, ich sorgte jedenfalls für gehörige Erschütterungen in den Wäldern und Wiesen, denn wegen mir kam bei mancher Spezies Unterhaltung vor Arterhaltung. Ich will nun einfach Geradeaus fahren. Auf meinem Lenkrad ist eine Markierkung, ducke ich mich, kann ich durch drehen des Lenkers ein Ziel bestimmen. Ist das ein Strich oder ein Leuchtturm?
Freitag, 5. Dezember 2014
Busreisen / Jugendliche / Inseln / unfertig
DIESIGER TAG. EINE SCHÄBIGE HÜTTE AN EINER
KLIPPE. JEMAND HUSTET. TÜR GEHT AUF. DER MANN TRITT VOR DIE TÜR. SPUCKT AUF DEN BODEN. ER HAT EINE
SCHROTFLINTE. ER TRITT AUF KLEINE SüßE TIERE. ES WIRD KEINE VERÄNDERUNG GEBEN,
KEIN WACHSTUM, KEINE ANNÄHERUNG.
„Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine
einsame Insel mitnehmen?“
alle Charaktere (Katze, Hiet, Rufender,
Schrubbender und Hinnerk antworten zu Beginn)
(Meeresrauschen, Tür knarrt)
Hermann Hiet tritt hervor, ein 45jähriger Mann,
der aussieht, wie eine abgemagerte Version von Anders Brejvik, ganz ohne
Muskeln, die Haare grau. Er spricht normal, keine psychotischen Spitzen, aber
er macht einem Angst. Sehr berherrscht, fast manierlich. Kein Mitgefühl.
Hermann Hiet
(spuckt aus) Schuhe müssen glänzen. Gerade am Ende der Welt.
(Schrotflinte wird geladen und abgefeuert, Vögel flattern davon)
Hermann Hiet
Wer hat schon wieder an meinen Eingeweiden herumgenagt?
Inselbewohner
(Aus der Entfernung) Ach, halt doch die Fresse, Hermann.
Die lasche Katze
Hermann Hiet. Er ist hier im Exil gelandet, nachdem er einen Bus
voller Jugendlicher auf Klassenfahrt mit selbstgebranntem Schnaps tötete, Miau.
Inselbewohner
(Aus der Entfernung) Und weiterfuhr. Die ganze Nacht. Am nächsten
Morgen kam er am Ziel an, den Bus voller Leichen, als wär nichts gewesen.
(Nebelhorn ertönt)
Hermann Hiet
Das Postschiff! Endlich Unterhaltung. Bücher, Briefe der Eltern, Fachmagazine. Das ist aufregend. Hier z.B.
(räuspert, liest gelangweilt vor)
„Methanol. Dieser einfachste Alkohol erzeugt beim Abbau den Formaldehyd, der stark toxisch ist. Die Erblindung und der Tod kommen jedoch durch die aus dem Formaldehyd gebildete Ameisensäure zustande. Der Mensch kann Ameisensäure nur sehr langsam abbauen. Es kommt zu einer Azidose, einer lebensbedrohlichen Verschiebung des pH-Wertes von Körperflüssigkeiten ins Saure. Am empfindlichsten reagieren die Nerven. Als erste Symptome kommen Kopfschmerzen, dann wird der Sehnerv zerstört. Der Tod kommt dann durch eine Atemlähmung zustande.“
Diese Jugendlichen waren bösartige Mäuse, sie fraßen sich durch alle Polster meines Busses, zündeten auf dem Klo ein Feuer an. Auf dieser Raststätte in den Niederlanden habe ich sie dann gekriegt. Versöhnungstrunk im leichten Regen. Orange Straßenlampen, sie waren ganz aufgedunsen vor Sentimentalität.
Jetzt bin ich hier, im Exil, und ein Gericht hat das größtmögliche Strafmaß gesprochen: maximale Rastlosigkeit durch Verbot von Lohnarbeit. Den Rest meines Lebens. Darf ich mich um mich kümmern, für mich kochen, mein Essen jagen, überleben. Aber Überleben ist langweilig.
(Rumpeln wie bei einem Erdbeben, alle, die in einer
Schlange vor dem Postschiff stehen, zucken zusammen. Gemurmel, das nach Gebeten
klingt, brandet kurz auf. Dann übernehmen die schreienden Seemöwen sowie das
ans Ufer klatschende Meer wieder. Man hört den Postboten ruffeln.)
Katze, Hermann (zugleich, lauter)
Das war Hinnerk, der Fräßling.
Katze, Hermann (zugleich, lauter)
Das war Hinnerk, der Fräßling.
Inselbewohner
Der Hinnerk hat wieder zugebissen. Siehst du das da? Das
sind keine Monde. Das sind die Augen vom Hinnerk. Jedes Jahr beißt er ein Stück
der Insel ab. Dem Hermann macht das ordentlich Schiss.
Die lasche Katze
Aber uns nie.
(Postbote händigt Hiet eine leichte
Box aus.)
Postbote
Hiet, die Bezahlung! Die Dinger sind sehr teuer!
(Hiet grummelt, man hört ihn einen
Brief aufreißen. Dann raschelt Geld, der Postbote salutiert und zieht sich auf
sein Boot zurück, die Menge vor dem Schiff ist bedient und zerstreut sich. Man
hört, wie Papier ins Wasser fällt.)
Hermann Hiet
(beleidigt grummelnd)
Muttern und ihre ellenlangen Klagebriefe. Wenn sie wenigstens mehr Geld schicken würde, würde ich sie sogar lesen. Und das nächste Mal erschieße ich diesen Postdeppen. Bringt mir nur Dreck. Kataloge statt Büchern, die brennen nicht mal anständig.
(Hiet schüttelt den leichten Behälter in seiner
Hand, entsetztes Piepsen.)
Wenigstens die Küken hatte er dabei.
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